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Legenden des Sports | ![]() |
Moderator Arnim Basche führte kenntnisreich durch den Abend.
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Unter dem Motto „Legenden des Sports“ hatte der Warendorfer Rennverein am letzten Novembersamstag zu einer ganz besonderen Veranstaltung in das Theater am Wall in Warendorf eingeladen. In der historischen Atmosphäre des ehemaligen Kinosaals trafen sich mehr als 300 Interessenten aus dem Renn- und Reitsport, um spannenden Storys und Anekdoten zu lauschen, die von den eingeladenen Podiumsgäste über vier der berühmtesten Pferde der Sportgeschichte zum Besten gegeben wurden. Die dabei im Mittelpunkt stehenden vierbeinigen Superstars des Renn- und des Reitsports waren Danedream, Lando, Secretariat und Halla. Die außerordentlichen Karrieren und Geschichten dieser vier Pferde waren dabei ebenso ein Garant für beste Unterhaltung wie die Gesprächsteilnehmer selbst.
Für die erste Talkrunde hatte Ferdinand Leve, der stets umtriebige Vorsitzende des Warendorfer Rennvereins, einige hochkarätige Gesprächspartner aus der Vollblutszene akquirieren können. Beatrix Mülhens-Klemm und Peter Brauer von der Vollblutagentur Panorama Bloodstock sowie Günther Gudert, Vorstandsmitglied des Dresdener Rennvereins, wussten so manche Geschichte zu den erwähnten Pferden zu berichten. Dr. Augusto Fernandez, Fachtierarzt für Pferde und mit dem Reit- wie dem Rennsport gleichermaßen vertraut, erklärte den anwesenden Reitsportfans aus veterinärmedizinischer und biologischer Perspektive anschaulich, warum die Vollblüter bezüglich Antritts- und Endgeschwindigkeit sowie Ausdauer den Warmblütern so überlegen sind. Einen ersten Höhepunkt des Abends bildete die „Live-Schaltung“ ins frühmorgendliche Japan (acht Stunden Zeitverschiebung). Wenige Stunden vor Danedreams Start im Japan Cup schilderte der vor Ort in Tokio anwesende Dr. Frank Joyeux den Besuchern in Warendorf ein aktuelles Lagebild.
Die sich anschließende zweite Talkrunde widmete sich der „Wunderstute“ Halla und ihrem Reiter Hans Günter Winkler, dem erfolgreichsten Springreiter aller Zeiten und Warendorfer Ehrenbürger. Der 85-Jährige „Altmeister“ zeigte sich bestens aufgelegt und motivierte mit seinem Wortwitz die Zuschauer zu manchem spontanen Lacher und Applaus. Was nur die wenigsten Besucher zuvor wussten: HGW war in den 50er Jahren nicht nur als Spring- und Vielseitigkeits-, sondern auch als Rennreiter aktiv und erfolgreich. Sein späteres Olympia-Pferd Halla war zunächst in Halbblutrennen getestet worden, bevor Winkler das Ausnahmetalent der Stute für den Parcours erkannte und das Paar die wohl außergewöhnlichste Karriere in der Geschichte des Springsports erlebte. Doch auch Winkler konnten die Veranstalter des Abends noch verblüffen. Der zwölfjährige Robin Weber, der trotz seiner Jugend bereits rund 50 Ponyrennen gewonnen hat, präsentierte und überreichte HGW einen Renndress. Hintergrund: Winkler trägt sich ernsthaft mit dem Gedanken, sich einen Vollblüter zuzulegen und in den Rennsport einzusteigen. Eine Lanze für den Einsatz von Vollblutpferden im Reitsport und in der Warmblutzucht brach Andreas Ostholt, amtierender Deutscher Meister im Vielseitigkeitsreiten. „Vollblüter sind die besseren Partner, weil sie ein Stück weit intelligenter sind als andere Pferde“, so Ostholt, der in seinem Beritt auch mehrere Vollblüter hat. Bei so vielen unterhaltsamen Geschichten hatten die beiden Moderatoren des Abends, Arnim Basche und Thomas Hartwig, natürlich leichtes Spiel.
Abschließender Höhepunkt des Abends war die Präsentation des US-amerikanischen Spielfilms „Secretariat“, der die abenteuerliche Lebensgeschichte des von vielen Fachleuten als besten Vollblüter der vergangenen Jahrzehnte bezeichneten Bold Ruler-Sohns zeigte. Resümee eines Besuchers aus der Warmblutszene: „Ein gelungener Abend, der viele spannende und informative Aspekte aus dem Vollblutlager zeigte und eine echte Werbung für den Rennsport war.“ Auch Organisator Ferdinand Leve zog eine positive Bilanz: „Das war ein hippologisches Kaviarbrötchen für Freunde des Renn- wie des Reitsports.“
Thomas Hartwig |
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Terminankündigungen | ![]() |
Schaufenster Vollblut - geplant für Herbst 2012 |
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Schaufenster Vollblut 2010 | ![]() |
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Schaufenster Galopprennbahn | ![]() |
| Schaufenster Galopprennbahn lockte nach Bremen Bei strahlendem Sonnenschein fand am Sonntag im Vorprogramm des Bremer Renntages zum dritten Mal eine Schaufensterveranstaltung für Warmblutzüchter und Rennsportfans auf einer deutschen Rennbahn statt. Der Bremer und der Warendorfer Rennverein als Veranstalter freuten sich hierbei über wachsenden Zuspruch und etwa 250 Gäste. Ausführlich wurden Pferde im Führring unter verschiedenen Gesichtspunkten beurteilt und ihre Eignung für einen Einsatz in der Warmblutzucht diskutiert. Auch Rennsportgrößen wie der Galopper des Jahre 2008, It’s Gino, der Spitzensprinter Contat und der aktuelle Deckhengst vom Gestüt Fährhof, Königstiger stellten sich dem Urteil der anwesenden Experten. Der Zuchtleiter des Oldenburger Verbandes, Dr. Wolfgang Schulze-Schleppinghoff, der Privathengsthalter Jens Meyer aus Dorum und Dr. Martin Mehrtens vom Trakehnerzuchtbezirk Niedersachsen-Nord-West berichteten aber auch über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Einsatz von Vollblütern in der Warmblutzucht. Moderator Hans Kirchner und der Zuchtleiter vom Direktorium für Vollblutzucht und Rennen, Dr. Hubert Uphaus berichteten detailliert über Abstammung, Familie und Rennleistung der gezeigten Pferde. Herbert Kahrs stellte als Gestütsleiter des Gestüts Fährhof auch noch den zweijährigen Codoor vor, der den Experten besonders zu gefallen wusste. Da er aber auch aus einer Stutenfamilie stammt, die mit Concepcion und Concinales schon interessante Hengste für die Warmblutzucht lieferte, war die positive Erscheinung nicht verwunderlich. Torsten Mundry schickte zwei junge Stuten in den Führring. Nevis und Moonlight Symphony konnten beide im anschließenden Rennprogramm dritte Plätze erreichen. Trainer Pavel Vovcenko berichtete über das Training von Rennpferden und die Findung der passenden Distanzen für die unterschiedlichen Pferde. Abschließend erläuterte der Geschäftsführer des Bremer Rennvereins, Klaus Martin das anstehende Rennprogramm. So sahen die Gäste unterschiedlichste interessante Pferde, hörten fachlich fundierte Meinungen über Warmblutzucht und Rennsport und konnten anschließend die Rennen verfolgen und ihr Glück beim Wetten versuchen. |










