Aktuelles rund um den Galopprennsport in Warendorf


neue Termine 2016

Bayernfest am 10.09.2016

Termine zur Fahrt nach Köln: 19.06.2016 (Oppenheim-Union-Rennen II) oder 25.09.2016 (Preis von Europa I)

weitere Infos folgen 


Ausflug nach Düsseldorf - 20.06.2015

 

Großer BMW-Galopprenntag

 

Jetzt schon Tradition!

Am 20.06.2015 (diesmal ein Samstag) bietet der Warendorfer Rennverein e.V. seinen Mitgliedern, Freunden, Bekannten und allen Interessierten eine Busreise nach Düsseldorf an.

An diesem Samstag wird die Galopprennbahn Düsseldorf-Grafenberg wieder Treffpunkt von vielen Rennsportbegeisterten und Automobil-Fans.

 

Mit dem BMW Renntag steht in Düsseldorf ein weiterer Höhepunkt des Galopprennsports auf dem Programm. Der erste Start wird ca. um 14.00 Uhr sein. Die Veranstaltung bietet spannende Galopprennen mit dem absoluten Höhepunkt, dem BMW Preis Düsseldorf, einem Listenrennen für dreijährige Stuten über 2.100 m.

BMW steht stets für großen Sport und ein anspruchsvolles Rahmenprogramm. Den Besucher (ob Erwachsener oder Kids) erwartet auf der Düsseldorfer Galopprennbahn ein tolles Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie.

Biergarten, Vinothek oder direkt am Geläuf. Dabei sein ist alles.

Während der Veranstaltung wird es möglich sein, an Rennbahnführungen teilzunehmen und sich am Führring von Fachleuten die Pferde kommentieren zu lassen. Vielleicht ist ja auch der ein oder andere interessante Wett-Tipp dabei. 

 

Abfahrt: 9:30 Uhr ab Wilhelmsplatz in Warendorf

Rückkehr: ca. 19:30 Uhr in Warendorf

Preis inkl. Eintrittskarte: 27,00 EUR, Mitglieder frei!

Anmeldung bis zum 12.06.2015 unter info@warendorfer-rennverein.de oder per Fax an 02581-633178 oder telefonisch bei Martina Werring unter 0172-9377528.

 


Ausflug nach Düsseldorf - 25. Mai 2014

 

Bei bestem Wetter und noblen Stuten verbrachten die Warendorfer einen erlebnisreichen Tag beim „1.000 Guineas Stutenklassiker“ in Düsseldorf

 

„Die Resonanz ist wieder richtig gut. Mit fast vierzig Teilnehmern bin ich sehr zufrieden“, so Martina Werring vom Vorstand des Warendorfer Rennvereins. Nachdem die kurzweilige Fahrt im Reisebus aufgrund der interessanten Gespräche schnell vorbei ging, wurde die Gruppe sehr herzlich von Günther Gudert am Haupteingang in Empfang genommen.

Alle Teilnehmer erhielten das Rennprogramm und einen Wettgutschein. Wer Lust hatte, konnte sich der Rennbahnführung anschließen, bei der auf alle Aspekte eines Renntages eingegangen wurde. Von der „Jockeywaage“ bis zum „Zielfoto“ wurde alles erklärt und natürlich auch auf alle interessierten Fragen ausführlich geantwortet.

 

Der Düsseldorfer Rennverein hatte extra für die Warendorfer die „Vinothek“ bereitgestellt, wo sich jeder Teilnehmer bei einer leckeren Suppe zur Mittagszeit stärken konnte. Unter dem Sonnensegel der Vinothek, die direkten Blick auf den Führring hat, konnte man sehr gemütlich die ersten Stunden auf dem Rennbahngelände verbringen.

Die mitgereisten Kinder haben mit ihren Eltern und auch auf eigene Faust die Attraktionen für Kinder und Jugendliche auf dem Renngelände erkundet.

„Die Idee, eine Picknickdecke mitzunehmen ist Gold Wert“, so Bettina Woge, die mit ihren Kindern und Ehemann den Tag sichtlich genossen hat. Denn durch die ansteigende Rasenfläche direkt am Geläuf hatte man den besten Blick und konnte sich mit der Familie wunderbar entspannen.

 

Im Hauptrennen des Tages sahen die Warendorfer dann eine hervorragende Siegerin im 1.600 Meter Rennen für dreijährige Stuten. In diesem Gruppe II Klassiker kam die Siegerin mit kaum einem nassen Haar in der Manier einer echten Athletin ins Ziel und sicherte sich die Siegprämie in Höhe von 70.000 €.

 

Am Abend kehrten dann alle Teilnehmer mit sehr guter Laune und richtig Farbe im Gesicht nach Warendorf zurück.


Schaufenster Vollblut - 03.November 2013

 

Volles Haus und tolle Pferde begeisterten

 

Als eine rundum gelungene Sache stellte sich das 5. „Schaufenster Vollblut“ dar, das am ersten Novembersonntag vom Warendorfer Rennverein im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf präsentiert wurde. Rund 1.000 Besucher nahmen die Chance wahr, zahlreiche für die Warmblutzucht hoch interessante Vollbluthengste und -stuten zu begutachten.

 

Für die Sportorientierten wartete die Veranstaltung mit einer spannenden Premiere auf. Erstmals wurde im Rahmen des „Schaufensters Vollblut“ eine mit insgesamt 1.800 Euro hoch dotierte Eignungsprüfung für vier- bis sechsjährige Pferde angeboten, die mindestens über einen 50-prozentigen Vollblutanteil verfügten. Belohnt wurde das Experiment mit einem exzellenten Starterfeld, bei dem auch Weltmeister und Olympiasieger der Disziplin Vielseitigkeit ihre jungen Nachwuchspferde präsentierten. Der Sieg ging hier an den erst vierjährigen Trakehner-Wallach No doubt (v. Herzruf – Lando xx) aus der Zucht von Andrea Fischer-Brügge, der von der schwedischen Olympiareiterin Sara Algotsson-Ostholt gekonnt präsentiert wurde und die Eignungsprüfung mit der Wertnote 8,8 für sich entschied. Bemerkenswert: Die Mutter das Wallachs war bereits Endringstute beim Schaufenster Vollblut im Jahr 2010.

 

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No doubt gewann unter Sara Algotsson-Ostholt - Foto: M.Mense

 

Viel bejubelter Sieger der Vollblut-Hengstschau wurde der vierjährige Asagao xx (v. Tertullian xx – Tagel xx) aus der Zucht von Markus Hoffrogge. Der Publikumsliebling präsentierte sich in Münster-Handorf als perfekter Veredler für die Warmblutzucht. Über welche Reiteigenschaften der bildhübsche Fuchs verfügt, hatte er zuvor bereits bei der 70-Tage-Hengstleistungsprüfung im baden-württembergischen Haupt- und Landgestüt Marbach mit ausgezeichneten Noten bewiesen.

 

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Siegerhengst Asagao - Foto: M.Mense

 

Als strahlende Siegerin bei den Stuten präsentierte sich Look of Love xx (v. Shirocco xx – Acatenango xx). Die im Gestüt Haus Ittlingen geborene Zweijährige wusste trotz ihrer Jugend die hochkarätig besetzte Bewertungskommission zu überzeugen und soll im kommenden Jahr ihre ersten Rennerfahrungen sammeln.

 

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Siegerstute Look of Love - Foto: M.Mense

 

Hoch zufrieden mit der Veranstaltung, die auch vom Bereich Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und dem Direktorium für Vollblutzucht und Rennen unterstützt wurde, zeigte sich auch Jan Antony Vogel. Der Geschäftsführer des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen zog ein positives Fazit: „Wir haben einen tollen Tag erlebt, mit ausgezeichneten Pferden und schönem Besucherzuspruch. Die Eignungsprüfung als Pilotprojekt und die hohe Qualität der dort auftretenden Pferde hat mich sehr beeindruckt. Die Veranstaltung schreit förmlich nach einer Fortsetzung.“

 

Ferdinand Leve, Vorsitzender des Warendorfer Rennvereins und geistiger Vater des „Schaufensters Vollblut“, war am Ende eines langen Tages zwar deutlich erschöpft, aber glücklich: „Unsere Grundidee, die Menschen aus dem Vollblutlager und aus dem Warmblutlager zusammenzubringen ist aufgegangen. Die Vollblüter dürften im Lager der Reitpferdezüchter am heutigen Tag einige neue Fans gefunden haben.“  

 

Weitere Informationen mit Ergebnissen finden Sie auf der Seite "Schaufenster Vollblut - News".

 


Schaufenster Galopprennbahn - 22.September 2013

 

Galopprennsport und Vollblüter hautnah in Köln erleben

 

Etwa 250 bis 300 Besucher nahmen am 22 September bei bestem Rennwetter am Schaufenster Galopprennbahn auf der Kölner Galopprennbahn teil.

 

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In einem abwechlsungsreichen Programm konnten unterschiedliche Pferde präsentiert werden. In einer ersten Abteilung waren es Pferde, die man sich auch in der Reitpferdezucht vorstellen könnte. Darunter mit Indomito und Giardini auch zwei Teilnehmer des Schaufenster Vollblut am 3. November 2013.

 

Im Anschluss ging es um hocherfolgeiche Rennpferde unterschiedlichen Alters, die auch auf unterschiedlichen Distanzen zu Hause sind. Neben dem Sprinter Donnerschlag, dem Meiler Amarillo und der ebenfalls auf dieser Distanz beheimateten Calyxa, war es vor allem der Top-Zweijährige Abendwind, der Aufmerksamkeit erregte. Abendwind ist der erste Starter, gleichzeitig der erste Sieger und auch der erste Gruppesieger für seinen Vater Wiesenpfad. Höhepunkt der Veranstaltung war sicherlich der Auftritt des Derbysiegers Lucky Speed. Dieser großrahmige Hengst verfügt über einen sehr guten Schritt und eine immense Ausstrahlung, so dass ihn sich so mancher der angereisten Fachleute aus der Reitpferdeszene auch in der Warmblutzucht vorstellen könnte. Ein Wunsch der vermutlich unerfüllt bleiben wird, denn der Hengst strebt sicherlich nach höheren Rennsportmeriten.

 

Im Anschluss an die Veranstaltung erlebten die Gäste einen abwechslungsreichen Renntag mit dem Preis von Europa, dessen vermeintlicher Sieger Meandre zunächst disqualifiziert wurde, mittlerweile aber wieder als Sieger dieses Gruppe-I-Rennens geführt wird.


Fahrt zum Preis der Diana - 4.August 2013

 

Fahrt für Mitglieder, die ganze Familie, Freunde und Bekannte!

Jetzt schon fast Tradition!

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Rennsaison 2013 - Eine Zwischenbilanz

 

Die Mitglieder des Warendorfer Rennvereins sind nach wie vor als Züchter, Besitzer oder Trainer im Rennsport aktiv und daher nutzen wir die Gelegenheit für eine kleine Zwischenbilanz der erst spät in Fahrt gekommenen Saison 2013.

 

Das Ehepaar Alck hat einen vierjährigen Hengst von Montjeu im Stall von Christian von der Recke stehen. Der in England geborene Tinley Lodge debütierte im Januar auf Sand in Dortmund und gewann ebendort bei seinem zweiten Start erstmals ein Altersgewichtsrennen über 1.800 m. Auf Gras konnte er bisher nicht gewinnen, dennoch ist man mit einem Sieg und vier Platzierungen bei fünf Starts sicher nicht unzufrieden. Die Aktivitäten von Tinley Lodge können Sie auf der Homepage des Rennstalls www.rennstall-recke.de verfolgen.

 

Im Gestüt Brümmerhof von Gregor Baum freut man sich derzeit über die bereits zweifache Siegerin Julissima von Beat Hollow, die als nächstes wohl auf Gruppeebene zu sehen ist. Das Geschehen auf dem Gestüt können Sie auf der Homepage www.bruemmerhof.de verfolgen.

 

Andrea Bertram ist als Trainerin, Besitzerin und Züchterin vielseitig aktiv. Ein dritter Platz des vierjährigen Praetor von Timboroa am 9. Mai in Dortmund war die bisher beste Saisonleistung ihres Rennstalls. Im Zuchtstall erfreut ein Hengstfohlen sie und Mitbesitzer Thomas Bertram. Kupferfeder fohlte am 23. April zum zweiten Mal von Intendant. Informationen zum Rennstall Bertram finden Sie auf der Homepage www.rennstall-bertram.com.

 

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Kallemann von Intendant aus der Kupferfeder


Trainerin Ilona Buschmaas aus Verl hat derzeit drei Pferde auf ihrer Trainingsliste, die aber 2013 noch nicht gelaufen sind.

 

Wilhelm Jackson ist ein Züchter aus Münster. Mit Murakami von Areion befindet sich derzeit ein aktives Pferd aus seiner Zucht in belgischem Besitz bei Herrn van Reybroeck im Training. Sie wurde am 9. Mai in Bel-Mons Zweite. Fohlen sind in diesem Jahr noch nicht gemeldet.

 

Unser zweiter Vorsitzender Ulrich Langenbach hat nach dem Verkauf von Santarius und Edmee derzeit kein Pferd im Rennstall.

 

Auch Friederike Leisten ist ein langjähriges Mitglied im Warendorfer Rennverein. Sie hat derzeit einen vierjährigen Hengst von Anabaa im Rennstall von Peter Schiergen. Arizona Star konnte bei fünf Starts 2013 bereits zwei Siege erreichen in Altersgewichtsrennen erzielen.  Zuletzt war er in München Zweiter in einem Ausgleich III über 2.000m.

 

Die Erfolge von Ferdinand Leve als Besitzertrainer für das Gestüt Haus Ittlingen und das Gestüt Hof Warendorf in dieser Saison sind für alle Beteiligten sehr erfreulich. Allem voran natürlich der erste Gruppesieg als Trainer durch Felician von Motivator für das Gestüt Haus Ittlingen in der Badener Meile (Gr.III). Informationen über Renn- und Zuchtergebnisse rund um diese Gestüte finden Sie unter www.gestuet-hof-warendorf.de und www.hofittlingen.de.


Dieser Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, daher bitten wir fehlende Informationen in konstruktiver Weise mitzuteilen.


Schaufenster Vollblut NEWS


Schaufenster Vollblut am 3. November 2013

 

Treffpunkt der Vollblut- und Warmblutzüchter mit neuem Programm

 

Im vergangenen Jahr musste Deutschlands einzige Veranstaltung, bei der sich Vollblut- und Warmblutzüchtern in größerem Maßstab treffen und austauschen können, aus Termingründen ausfallen. Nun steht fest, dass dieses bei Zuchtinteressierten beider Lager gleichermaßen beliebte Event am 3. November 2013 im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf wieder stattfinden wird.

 

In Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Pferdestammbuch und der Unterstützung des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen sowie des Bereiches Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) lädt der Warendorfer Rennverein dazu ein. Warmblut- und Vollblutzüchter, interessierte Reiter sowie die Vertreter aller Warmblutzuchtverbände, Landgestüte und Privathengsthalter können sich dabei zum Thema Vollblut informieren, Kontakte knüpfen und Ideen für die Zukunft entwickeln.

 

Unter dem Motto „Vollblut trifft Warmblut“ werden am 3. November ab circa 11.00 Uhr Vollbluthengste und Stuten mit besonderer Eignung für die Warmblutzucht gemustert, rangiert und kommentiert. Alle vorgestellten Vollblüter in diesen Gruppen stehen zum Verkauf und können frei gehandelt werden. Im Lot der angebotenen Pferde findet man sowohl junge Stuten mit für die Reitpferdezucht interessanten Pedigrees, als auch ältere Stuten, die teilweise schon erfolgreich in der Warmblutzucht eingesetzt werden.

 

Als völlig neuen Programmpunkt bietet die Veranstaltung erstmals eine Eignungsprüfung für vier bis sechsjährige Halbblutpferde an, die einschließlich ihrer Großelterngenerationen über einen mindestens 50-prozentigen Vollblutanteil verfügen.

 

Im Rahmenprogramm werden sich Vollblüter und Zuchtprodukte aus unterschiedlichsten Anpaarungen präsentieren. Für Warmblutzüchter besonders interessant: Es werden einige Freisprünge von wertvollen Vollblutvererbern verlost. Eine Hengstschau mit Vollbluthengsten und Gesprächsrunden mit Fachleuten runden das Programm ab.

 

In Kürze werden wir auf dieser Seite auch die Ausschreibung der einzelnen Prüfungen veröffentlichen.

 


Ausflug zum Renntag in Köln

 

Am 10. Juni 2012 lädt der Warendorfer Rennverein seine Mitglieder zu einer Busfahrt zum Renntag nach Köln ein.

 

Dort steht an diesem Tag das 177. Oppenheim-Union-Rennen (Gr. II) auf dem Programm. Die "Union" ist eine der wichtigsten Vorprüfungen zum Deutschen Derby. Der Dreijährige, der das über 2.200 Meter führende und mit 100.000 Euro dotierte Gruppe-II-Rennen gewinnt, zählt automatisch mit zu den Derby-Favoriten. 

 

Neben den Mitgliedern des Rennvereins sind natürlich alle Freunde des Rennsports aus der Region eingeladen, an der Fahrt teilzunehmen. Gegen einen Unkostenbeitrag von etwa 15 Euro (wird noch festgelegt) kann jeder Interessierte bequem mit dem Bus zu diesem Rennsport-Highlight reisen. Anmeldungen werden ab sofort entgegen-genommen. 


Legenden des Sports

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Moderator Arnim Basche führte kenntnisreich durch den Abend.

 

Unter dem Motto „Legenden des Sports“ hatte der Warendorfer Rennverein am letzten Novembersamstag zu einer ganz besonderen Veranstaltung in das Theater am Wall in Warendorf eingeladen. In der historischen Atmosphäre des ehemaligen Kinosaals trafen sich mehr als 300 Interessenten aus dem Renn- und Reitsport, um spannenden Storys und Anekdoten zu lauschen, die von den eingeladenen Podiumsgäste über vier der berühmtesten Pferde der Sportgeschichte zum Besten gegeben wurden. Die dabei im Mittelpunkt stehenden vierbeinigen Superstars des Renn- und des Reitsports waren Danedream, Lando, Secretariat und Halla. Die außerordentlichen Karrieren und Geschichten dieser vier Pferde waren dabei ebenso ein Garant für beste Unterhaltung wie die Gesprächsteilnehmer selbst.

 

Für die erste Talkrunde hatte Ferdinand Leve, der stets umtriebige Vorsitzende des Warendorfer Rennvereins, einige hochkarätige Gesprächspartner aus der Vollblutszene akquirieren können. Beatrix Mülhens-Klemm und Peter Brauer von der Vollblutagentur Panorama Bloodstock sowie Günther Gudert, Vorstandsmitglied des Dresdener Rennvereins, wussten so manche Geschichte zu den erwähnten Pferden zu berichten. Dr. Augusto Fernandez, Fachtierarzt für Pferde und mit dem Reit- wie dem Rennsport gleichermaßen vertraut, erklärte den anwesenden Reitsportfans aus veterinärmedizinischer und biologischer Perspektive anschaulich, warum die Vollblüter bezüglich Antritts- und  Endgeschwindigkeit sowie Ausdauer den Warmblütern so überlegen sind. Einen ersten Höhepunkt des Abends bildete die „Live-Schaltung“ ins frühmorgendliche Japan (acht Stunden Zeitverschiebung). Wenige Stunden vor Danedreams Start im Japan Cup schilderte der vor Ort in Tokio anwesende Dr. Frank Joyeux den Besuchern in Warendorf ein aktuelles Lagebild.

 

Die sich anschließende zweite Talkrunde widmete sich der „Wunderstute“ Halla und ihrem Reiter Hans Günter Winkler, dem erfolgreichsten Springreiter aller Zeiten und Warendorfer Ehrenbürger. Der 85-Jährige „Altmeister“ zeigte sich bestens aufgelegt und motivierte mit seinem Wortwitz die Zuschauer zu manchem spontanen Lacher und Applaus. Was nur die wenigsten Besucher zuvor wussten: HGW war in den 50er Jahren nicht nur als Spring- und Vielseitigkeits-, sondern auch als Rennreiter aktiv und erfolgreich. Sein späteres Olympia-Pferd Halla war zunächst in Halbblutrennen getestet worden, bevor Winkler das Ausnahmetalent der Stute für den Parcours erkannte und das Paar die wohl außergewöhnlichste Karriere in der Geschichte des Springsports erlebte. Doch auch Winkler konnten die Veranstalter des Abends noch verblüffen. Der zwölfjährige Robin Weber, der trotz seiner Jugend bereits rund 50 Ponyrennen gewonnen hat, präsentierte und überreichte HGW einen Renndress. Hintergrund: Winkler trägt sich ernsthaft mit dem Gedanken, sich einen Vollblüter zuzulegen und in den Rennsport einzusteigen. Eine Lanze für den Einsatz von Vollblutpferden im Reitsport und in der Warmblutzucht brach Andreas Ostholt, amtierender Deutscher Meister im Vielseitigkeitsreiten. „Vollblüter sind die besseren Partner, weil sie ein Stück weit intelligenter sind als andere Pferde“, so Ostholt, der in seinem Beritt auch mehrere Vollblüter hat. Bei so vielen unterhaltsamen Geschichten hatten die beiden Moderatoren des Abends, Arnim Basche und Thomas Hartwig, natürlich leichtes Spiel.

 

Abschließender Höhepunkt des Abends war die Präsentation des US-amerikanischen Spielfilms „Secretariat“, der die abenteuerliche Lebensgeschichte des von vielen Fachleuten als besten Vollblüter der vergangenen Jahrzehnte bezeichneten Bold Ruler-Sohns zeigte. Resümee eines Besuchers aus der Warmblutszene: „Ein gelungener Abend, der viele spannende und informative Aspekte aus dem Vollblutlager zeigte und eine echte Werbung für den Rennsport war.“ Auch Organisator Ferdinand Leve zog eine positive Bilanz: „Das war ein hippologisches Kaviarbrötchen für Freunde des Renn- wie des Reitsports.“

 

Thomas Hartwig


Schaufenster Vollblut 2010

Erfolg auf ganzer Linie

 

Als Erfolg auf ganzer Linie durften die Organisatoren die Veranstaltung „Schaufenster Vollblut – Vollblut trifft Warmblut“ am 16. Oktober im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf bezeichnen. Mehr als 1.000 Anhänger der Vollblutszene und interessierte Warmblutzüchter kamen zusammen, um sich auszutauschen und für die Reitpferdezucht geeignete Vollblüter zu betrachten. Und die gab es reichlich zu bestaunen. Fast 40 Vollbluthengste und -stuten hatten die Initiatoren, der Warendorfer Rennverein, das Westfälische Pferdestammbuch, das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen sowie die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) nach Münster eingeladen.
 
Mittelpunkt des rund siebenstündigen Programms war die Rangierung der vorgestellten Hengste und Stuten. Mit Landoberstallmeisterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck (Marbach), Leiterin des Haupt- und Landgestütes Marbach, Dr. Ludwig Christmann (Verden) vom Hannoveraner Verband, dem Privathengsthalter Jens Meyer (Dorum) und Dr. Hubert Uphaus (Köln), Zuchtleiter des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, konnte hierfür eine hochkarätige Jury gewonnen werden. Einhellig begeistert zeigte sich die Kommission von der Qualität der vorgestellten Vollblüter.
 
Siegerstute wurde die bereits im Vorfeld als Favoritin gehandelte More Thoroughbred xx. Die dreijährige Tochter des in der Reitpferdezucht hoch erfolgreichen Dashing Blade xx aus einer Lecroix xx-Mutter war zuvor als erste Vollblutstute in der Verbandsgeschichte vom Westfälischen Pferdestammbuch als Staatsprämienstute anerkannt worden. More Thoroughbred xx wurde noch während der Veranstaltung vom bekannten Gestüt Sprehe in Löningen erworben. Heiß begehrt war auch die Reservesiegerin Academy Award xx, die mit ihrem Vater Surako xx und ihrem Muttervater Surumu xx über ein in der Warmblutzucht sehr gefragtes Pedigree verfügt.
 
Zum Sieger in der Hengstklasse wurde der imponierende Chiron xx (v. Valanour xx – Top Ville xx) gekürt. Der neunjährige Schimmel, der zur Zeit in Ausbildung bei der international erfolgreichen Vielseitigkeitsreiterin Vanessa Hölscher-Bölting aus Münster steht, verfügt über ein Generalausgleichsgewicht (GAG) von 90,5 Kilogramm und gewann in seiner Rennkarriere mehr als 108.000 Euro. Erworben wurde er anschließend von einem im niedersächsischen Bramsche ansässigen Pferdehändler. Auch Chiron xx soll zukünftig im Gestüt Sprehe züchterisch aktiv werden. Ebenfalls mehrere Käufer interessierten sich für den Reservesieger Byron xx (v. Monsun xx – Sure Blade xx).
 
Erstklassige Werbung für den Einsatz von Vollblut in der Reitpferdezucht machten die im Schauprogramm vorgestellten Halbblüter. Neben Simone Deitermanns WM-Vielseitigkeitspferd Free Easy NRW (v. Florestan – Surumu xx) wusste besonders der Dressurhengst Licotus (v. Likoto xx – Donnerhall) zu gefallen. 
 
Hauptinitiator Ferdinand Leve (Warendorf), Vorsitzender des Warendorfer Rennvereins, zog am Ende der Veranstaltung eine mehr als positive Bilanz: „Qualitativ wie quantitativ war das sicherlich die beste Veranstaltung in der Geschichte des Schaufensters Vollblut. Die überaus gute Resonanz der Besucher wie der Pferdebesitzer bestärkt uns in der Auffassung, dass diese außergewöhnliche Veranstaltung in der Zukunft fortgesetzt werden soll.“ Auch Engelbert Halm, Generalsekretär des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen sowie Gustav Meyer zu Hartum, Vorsitzender des Westfälischen Pferdestammbuches, waren sich einig, dass diese gelungene Kooperationsveranstaltung von Vollblut und Warmblut zum beiderseitigen Nutzen eine Fortsetzung finden sollte.